Live-Tracking

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Ergebnisse

Platz Name 1. Runde 2. Runde 3. Runde 4. Runde Gesamt
1. Morva, Imre 4:46 h 5:34 h 6:28 h 7:27 h 24:15 h
2. Jackisch, Andreas 5:40 h 6:23 h 7:13 h 6:30 h 25:46 h
3. Brandt, Dennis 4:50 h 6:50 h 7:36 h 7:25 h 26:41 h
4. Jungclaus, Frank 5:36 h 6:45 h 7:34 h 7:59 h 27:54 h
5. Hartmann, Mich. 5:40 h 6:23 h 7:13 h   DNF
6. Wintzer, Frank 5:36 h 6:40 h 7:39 h   DNF
7. Gwinner, Konrad 4:57 h 6:43 h     DNF
8. Meyer, Klaus 5:51 h 7:09 h     DNF
9. Müller, Peter 5:51 h 7:09 h     DNF
10. Trampler, Götz 6:17 h 7:23 h     DNF
11. Koch, Ingmar 6:16 h 7:44 h     DNF
12. Clausen, Jörg 6:17 h       DNF

Vielen Dank an Frank Wintzer, Kerstin und Frank Jungclaus das ich Eure Fotos verwenden darf.

Der 1. Grönjer Hammer ist nun Geschichte und was für eine … .

 

Bei schönstem Laufwetter machten sich zwölf Läufer auf den Weg, die100 Meilen (rd. 160 km) mit fast 4.500 Höhenmetern zu bewältigen. Die 160 Kilometer verteilten sich auf vier Runden mit jeweils einem Kontrollpunkt. Start und Ziel jeder Runde war die BG Bildungsstätte in Bad Münder am Deisterhang.

 

Um 8:00 Uhr erfolgte der Startschuss. Kamen die Läufer am ersten Kontrollpunkt noch relativ zeitgleich an, änderte sich das auf dem Rückweg grundlegend.  Dennis und Imre führten das Feld an, gefolgt von Konrad, der nur wenige hundert Meter hinter ihnen lief. Bis zur Salzburg. Ab hier wählte er nicht die kürzere, aber etwas anspruchsvollere Route, sondern lief durch die Feldmark hinab zu Straße und dort weiter nach Bad Münder. Am Ende der ersten Runde trennten die Führenden aber nur wenige Minuten.

 

Lokalmatador Imre ließ keine Zweifel aufkommen, welches Ziel er an diesem Tag verfolgte. Nach einer sehr kurzen Verpflegungspause machte er sich nun allein auf den Weg und lief von da ab ein einsames Rennen an der Spitze des Feldes. Nach 24:15 Stunden erreichte er als Erster das Ziel.

 

Dahinter schlug der Grönjer Hammer erbarmungslos zu. Von Runde zu Runde wurde das Teilnehmerfeld dezimiert, so stark, dass es nur vier Läufern vergönnt war die letzte Runde zu bestreiten.

 

Nach Imre startete Andreas als Zweiter, kurz darauf folgte Dennis. Es gab keine Positionswechsel mehr und Andreas errang nach 25:26 Stunden den 2. Platz. Dennis schaffte in einer Zeit von 26:41 Stunden den 3. Platz.

 

Doch niemand sorgte für mehr Spannung, Hoffnung und Verzweiflung als Frank, der als Vierter das Finish anstrebte.

 

Schon von Beginn an bereiteten ihm die Cut-Off-Zeiten große Sorgen. Mit einem kleinen Zeitpolster, aber schon deutlich gezeichnet, ging es für ihn um 3:55 Uhr nach rd. 120 Kilometern auf die letzte, sehr schwere Runde. „Nur“ noch ein Marathon.

 

Durch den Einsatz von Trackern konnten wir, Angehörige und Freunde jederzeit die Positionen der Läufer verfolgen. Das erleichterte uns einerseits die Arbeit, sorgte andererseits aber auch für sehr viel Sicherheit den Läufern im Zweifelsfall zu Hilfe zu eilen ohne große Suchaktionen starten zu müssen.

 

Frank musste auf dieser Runde zunächst Köllnischfeld anlaufen und dann weiter zur Mooshütte. Als er den Nordmannsturm erreichte war ich mir sicher, dass er es nicht mehr innerhalb des Zeitlimits schaffen würde. Eine gefühlte Ewigkeit später erreichte er den letzten Kontrollpunkt.

 

Er verschwendete keine Zeit, verpflegte sich kurz und machte sich wieder auf den Rückweg. Hatte er immer noch ein erfolgreiches Finish vor Augen? Doch wie sollte das funktionieren, schließlich hatte er nur noch 3:45 Stunden zur Verfügung – weniger, als der Führende für den Hinweg (in entgegengesetzter Richtung) benötigte. Nein, ich war mir sicher: das ist nicht mehr möglich und insgeheim hoffte ich, dass er das Zeitlimit dann wenigstens deutlich überschreiten würde. Nicht ein, zwei Minuten danach. Grausamer hätte es in einem solchen Fall nicht werden können.

 

Was ihn zu diesem Zeitpunkt noch motivierte oder woher er die vielzitierte zweite (oder schon die dritte, vierte, fünfte) Luft bekam, werde ich nicht nachvollziehen können. Um 11:54 Uhr erreichte Frank, sechs Minuten vor dem Cut-Off, als vierter das Ziel. Eine körperliche und mentale Leistung die ihresgleichen sucht.

 

Zwölf Läufer, die sich an diesem Wochenende ein spannendes Rennen geliefert haben. Meinen Respekt habt ihr alle. Und ganz vielen Dank an Frank, dass Du es nicht zur Tragödie hast werden lassen.

 

Sicherlich war mein Part der einfachste, musste ich doch nur einige Punkte in der Landschaft benennen. Wesentlich schwieriger war es sie laufend zu erreichen. Aber es wäre unmöglich gewesen ohne die Hilfe von

 

  • Matze, der den ersten und zeitweise den zweiten Kontrollpunkt betreute; unzählige Botengänge erledigte und eigentlich immer und überall war;
  • Antje, die ebenfalls am ersten und zweiten Kontrollpunkt unermüdlich im Einsatz war;
  • Daniel, der den zweiten Kontrollpunkt betreute, zwischendurch Nachschub heranschaffte, und Läufer aus der Wildnis rettete;
  • Grit, die Seele meiner Läufe, bei allen Süntel-Trails dabei und diesmal bei kalten Temperaturen stundenlang am entferntesten Kontrollpunkt ausharrte;
  • Aaron, der sich ebenfalls am dritten Kontrollpunkt die Nacht um die Ohren schlug
  • Josha, der bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, am vierten Kontrollpunkt gegen die Müdigkeit kämpfte und
  • Sheriff, ebenfalls bei all meinen Läufen unermüdlich im Einsatz.

 

Meinen ganz, ganz herzlichen Dank an Euch, auch wenn diese Worte nicht ansatzweise das wiedergeben, was ich fühle.

 

Last but not Least gilt mein Dank Karl-Heinz Moss, Inhaber der Firma Getränke-Moss, der von Anfang an den Süntel-Trail und nun auch den Grönjer-Hammer unterstützt hat. Deinetwegen ist vieles einfacher.

 

Ihr alle seid der Hammer.

Bericht in der "NDZ" vom 11.10.2018