Die Strecke 2013

Start - Ramena (16 km, + 480 hm, - 480 hm)

Bad Münder

Gleich nach dem Start führt Dich ein schmaler Wanderweg durch ein kleines Wäldchen, hinauf an den Waldrand des Deisters. Pattwege leiten Dich in nördlicher Richtung am Wald entlang. Zu Deiner Linken, unten im Tal, kannst Du einige Dörfer der Gemeinde Bad Münder erkennen. Im Hintergrund schmiegt sich sanft der Süntel in die Landschaft. In etwa acht Stunden wirst Du die Felswand, die das Grün des Süntels unterbricht, hoffentlich erreicht haben.

Pattweg nach Köllnischfeld

Doch zunächst geht es für Dich in die entgegen gesetzte Richtung. Du läufst tiefer und tiefer in den Wald hinein; immer geradeaus, keine Biegung, fast eben, führt Dich der Pattweg zu einem Waldweg. Dieser bringt Dich schnurstracks nach Köllnischfeld. Auf den letzten Kilometern hast Du Dein GPS-Gerät nicht benötigt, doch jetzt solltest Du mal wieder einen Blick darauf werfen. Es folgt eine Rechts-Links-Kombination und dann der erste Single-Trail. Auf diesen sogenannten Single-Trails, von denen es einige gibt, ist immer mit Bewuchs zu rechnen.

(Für Städter und Parkjogger: Bewuchs bedeutet, dass Pflanzen eine Höhe erreichen können, die oberhalb eines gepflegten, englischen Rasens liegen. Bewuchs bedeutet auch, dass einige Pflanzen mit Nesseln oder Dornen bestückt sein können. Bewuchs kann auch bedeuten, dass einige Pflanzen Spuren auf Deiner gekauften oder natürlichen Schutzvorrichtung hinterlassen können.)

Sendemast

Am Ende des Trails überquerst Du einen Waldweg. Rechts, neben einer Schutzhütte, führt Dich eine steile und sehr steinige Rampe den Berg hinab. Sei hier vorsichtig, ganz besonders bei Nässe. Am Ende der Rinne geht es rechts weiter. Nach einiger Zeit erreichst Du einen ehemaligen Steinbruch. Jetzt heißt es wieder aufpassen. Dein Weg führt über eine Brücke und nach wenigen Metern geht es links auf dem schmalen Pattweg, oberhalb der Felswand, weiter. Du kannst jetzt einen herrlichen Blick auf die Stadt Springe genießen, bevor ein großer Sendemast den Start zu einer langen Downhill-Strecke anzeigt. Unten angekommen führen Dich hügelige Pattwege, mal mehr, mal weniger, am Waldrand entlang und letztlich aus dem Deister hinaus. Ein kurzes Stück entlang der Felder, vorsichtig über eine Straße und Du bist an der ersten Verpflegungsstation.

Nur 50 K

Gleich nach dem Start führt auch Dich ein schmaler Wanderweg durch ein kleines Wäldchen, hinauf an den Waldrand des Deisters. Doch Dein Weg führt schon nach wenigen Minuten auf einen Panoramaweg. Die aufgehende Sonne blinzelt Dir auf Deinem Weg zu den letzten Ausläufern des Deisters entgegen.

 

 

Ramena - Unsen (11 km, + 210 hm, - 200 hm)

Nun musst Du eine Straße überqueren. Mach das aber bitte nicht wie die Lemminge. Mit etwas Glück kannst Du auf der rechten Seite andere Sportler sehen. Grinst Du etwa? In einigen Stunden erreichst Du wieder diese Stelle und Du überlegst ernsthaft, ob das nicht in Zukunft der bessere Sport für Dich ist.

Waldschlößchen im Osterberg

Weiter geht es durch den Wald und über den Osterberg. Auf der anderen Seite führt Dich ein Pattweg ein kleines Stück an der Hamel entlang, dann über eine Brücke und folge dem Weg. Wenn Du jetzt einen Tunnel siehst und eventuell hörst, wie jemand Deinen Namen ruft, dann bist Du bei diesem Trail richtig. Laufe hindurch, dahinter die Treppe hoch und schau auf die Karte oder Dein GPS-Gerät, dann findest Du auch den Weg zum Süntel. Die Strecke führt nun etwa zwei Kilometer auf breiten Forstwegen, stetig steigend, an die Ortschaft Klein Süntel heran.

Bachlauf im Süntel

Hinter dem letzten Haus dem linken Pattweg folgen und danach rechts hinunter. Innerhalb der nächsten Minuten solltest Du einen Bach überqueren und dann links hinunter zum Waldrand laufen. Dort erkennst Du auf der rechten Seite einen Trampelpfad dem Du jetzt folgen solltest. Dieser Streckenabschnitt führt Dich um die gesamte Südseite des Süntels herum und gibt immer wieder herrliche Ausblicke auf das Weserbergland frei.

 

 

Unsen - Pappmühle (14 km, + 590 hm, - 600 hm)

Der Weg schlängelt sich noch eine kurze Weile am Waldrand entlang, doch Du spürst, wie Du langsam an Höhe gewinnst und sich die Laufrichtung verändert. Lass es ruhig angehen. Es geht hinauf auf die Hohe Egge zum Süntelturm - die höchste Erhebung des Süntels.

Weg zum Süntelturm

Du solltest Dir die Zeit nehmen und den Turm besteigen. Wenn das Wetter einigermaßen mitspielt, kannst Du von hier oben, unter anderem, den Brocken, die Weser und das Steinhudermeer erkennen. Natürlich kannst Du auch sehen, wo Du die nächsten Stunden verbringen wirst. Links vom Hauptweg, gegenüber des Süntelturms, führt ein Trampelpfad hinab auf einen Forstweg.

Roter Stein

Dieser Weg führt Dich auf den Kammweg des Süntels, hinüber zum Bakeder Berg. Bei ca. Kilometer 36 (Kilometer 24 für 50-K) heißt es ein weiteres Mal: Augen auf und aufgepasst! Links abbiegen! Der Schrottweg bringt Dich nach wenigen Metern auf einen Waldweg der Dich komplett um den Roten Stein hinab führt. Vorbei an Wiesen und Feldern, noch einmal durch den Wald und Du erblickst den Hohenstein. Zu seinen Füßen, auf der gegenüberliegenden Seite des Parkplatzes, erkennst Du die VS-3 Pappmühle neben der Wassertretstelle.

Hohenstein

 

 

Pappmühle - Kessiehausen (13 km, + 570 hm, - 450 hm)

Weiter geht es Richtung Baxmann-Baude und dann zunächst steil hinauf bevor Du rechts abbiegst, um zum Klippenweg zu gelangen. Der Klippenweg verläuft auf der Südseite des Hohensteins, unterhalb der Felswände, und endet wenige Meter neben dem Grünen Altar. Oben angekommen, atme erst einmal tief durch und genieße die Fernsicht.

Vorbei an Teufelskanzel und Hirschsprung läufst Du dann rechts die Treppe hinab und folgst links dem Weg.

Ende der "Steinernen Treppe"

Nur 50 K

Du läufst am Ende der Treppen nach rechts und folgst diesem Weg. Behalte dabei aber den Track auf Deinem GPS-Gerät im Blick. Auch wenn Dein Weg geradeaus führt, wechselst Du immer wieder mal den Weg bzw. Pfad. Nach mehreren Kilometern biegst Du links ab bis zu einem Querweg und dann wieder rechts. Du hältst Dich jetzt immer rechts und läufst, im stetigen Auf und Ab, unterhalb des Bakeder Bergs entlang. Nach knapp drei Kilometern, hinter einer 90o-Kurve, kommen von links die 50-Meiler wieder auf Deine Strecke. Du kannst nicht erkennen wo das ist? Macht nichts! Hauptsache die 50-Meiler finden den Weg.


Nach einigen Metern geht es dann nochmals über einige Treppenstufen hinab, bevor Dich ein Waldweg hinüber zu den Moosköpfen führt.

Südwehe

Weiter geht es durch das Totental hinauf zur Blutbachquelle. Auf den nächsten hundert Metern wird das Tal immer enger und Du hast den Eindruck die Wände wollten Dich erdrücken. An der Blutbachquelle nimmst Du den Pattweg, der Dich in weitem Bogen um die gesamte Südwehe herumführt. Am Ende des Weges geht es rechts einige Meter auf einer Teerstraße weiter. Dann wieder rechts und gleich danach nochmals rechts. Doch Vorsicht! An dieser Stelle führen zwei Wege nach rechts. Der erste und augenscheinlichste führt bergab. Direkt dahinter, etwas höher gelegen, verläuft ein Trampelpfad der Dich auf der zuvor gewonnen Höhe um das Dachtelfeld herumführt. Hin und wieder ein Blick auf die Karte oder GPS-Gerät hilft Dir den Weg zur VS-4 Kessiehausen zu finden.

 

 

Kessiehausen - Bergschmiede (7 km, +240 hm, - 290 hm)

An dem Rastplatz am Waldrand kannst Du, mit etwas Glück, schon das Ziel auf der anderen Seite des Sünteltals ausmachen. Du folgst nun dem Pfad der Sinne bis ins Tal, läufst geradeaus weiter bis zu den Hütten auf der linken Seite. Neben dem Forstweg verläuft direkt am Waldrand ein Trampelpfad. Folge diesem und Du erreichst das Fischertal.

 

Hier geht es wieder in den Wald hinein. Folge dem Forstweg. In der nächsten Rechtskurve läufst Du geradeaus weiter die Steinernen Treppen hinauf. Schwer zu laufen, aber ich glaube das nennt man Trailcharakter. Oben angekommen treffen die 50-K-Läufer wieder auf Deine Strecke. Du läufst links weiter.

 

An der nächsten Weggabelung läufst Du links und danach, auf der Südseite eines alten Steinbruchs, den Mattenberg hinab. Noch ein kleines Stück durch den Wald und vor Dir liegt die Ortschaft Hamelspringe.

Das Ziel

Bei dem Gewindestangen-Männchen geht es hinunter zur Straße und dann wieder rechts zum Waldrand. Dort läufst Du links zum Wasserbunker. Wenn Du davor stehst, siehst Du auch einen Pattweg. Folge ihm bis zur Schotterpiste und dann hinab zum Waldrand. Diesem Weg folgst Du geradeaus bis zur Teerstraße. Dort hältst Du Dich rechts und kommst nach wenigen Schritten zur Bergschmiede.

 

 

Süntelturmrunde (9 km, + 320 hm, - 320 hm)

Jetzt hast Du schon rund 60 Kilometer hinter Dir, bist müde und die Beine schmerzen. Aber es geht für Dich noch einmal hoch auf die Hohe Egge. Du erinnerst Dich - die höchste Erhebung des Süntels. Die Süntelgeister weisen Dir nochmals den Weg. Irgendwann kommt rechts eine Betonplattenpiste, links und rechts plätschert ein Bächlein, die Vöglein zwitschern und Du weißt, dies ist der letzte harte Anstieg. Aus der Betonplattenpiste wird ein Schotterweg und in der Kurve nimmst Du links den Trampelpfad. Folge ihm und er bringt Dich die letzten Meter zum Süntelturm hinauf.

Süntelturm

Hinter dem Süntelturm geht der Weg weiter. Du folgst ihm. Vor der nächsten Kurve läufst Du geradeaus den Rumpelpfad hinab, dann rechts und bei der Eulenflucht wieder hinauf. Ein Blick auf die Karte weist Dir den Weg zurück zur VS-6 Bergschmiede.

 

 

Bergschmiede - Ziel (10 km, + 130 hm, - 180 hm)

Noch eine Etappe! Bevor Dir die Süntelgeister ein letztes Mal den Weg weisen, klopf den Dreck aus Deinen Klamotten, Du kommst jetzt wieder in die Zivilisation.

 

Am Waldrand läufst Du rechts entlang bis Du auf der linken Seite eine Buschreihe siehst. Dahinter verläuft ein Pattweg der Dich auf einen Wirtschaftsweg bringt. Du folgst diesem Weg, durch die Feldmark. Nach etwa zwei Kilometern bist Du wieder auf dem Weg, den Du heute Morgen schon gelaufen bist.

 

Allmählich kannst Du das Ziel erkennen und Dein Grinsen wird immer breiter, wenn Du wieder bei den anderen Sportlern vorbei kommst. Nein, das ist nicht Dein Sport – Du bist Trailläufer.

 

Noch einmal die Straße überqueren, jetzt nicht leichtsinnig werden, und dem Weg links folgen. Ein letzter Blick auf Dein GPS-Gerät, ein letztes Mal durch ein Wäldchen, nicht die Teerstraße, und dann bist Du im Ziel. Müde, verdreckt, geschunden - aber stolz wie Bolle!

Lohn der Mühe

Zur Erklärung

Meindeutsch Neudeutsch Hochdeutsch
Pattweg Single-Trail Schmaler Pfad
Trampelpfad Single-Trail Schmaler Pfad mit Wurzeln
Rumpelpfad Single-Trail Schmaler Pfad mit Wurzeln und Steinen
Schrottweg Single-Trail Schmaler Pfad mit Wurzeln, Steinen und Bewuchs
Süntelgeist Executive Assistent Helfer
Häuptling Race-Director Rennleiter